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VfL Bochum vs TSV 1860 München

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Passend an diesem Nachmittag in Bochum war, dass der VfL den Siegtreffer durch Russell Canouse in der 77. Minute irregulär erzielte. Damit endete das Engagement von Daniel Bierofka als Cheftrainer der Löwen mit einer 0:1-Niederlage in einer Partie, in der für die Sechzger wesentlich mehr drin gewesen wäre.

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Personal: Löwen-Interimscoach Daniel Bierofka musste in seinem letzten Spiel beim VfL Bochum auf die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Sebastian Boenisch fehlte mit einem Muskelfaserriss, Marnon Busch wegen einer Knieprellung und Nico Karger aufgrund einer fiebrigen Erkältung. Nicht im 18er-Kader standen Vitus Eicher, Fanol Perdedaj, Stefan Mugosa, Goran Sukalo, Nicholas Helmbrecht, Moritz Heinrich, Felix Weber und Milos Degenek. Ansonsten begannen die Löwen mit der gleichen Formation wie beim 1:0-Heimsieg gegen Dresden.

STIMMEN Bierofka: „Wir waren zu hektisch & fahrig im Abschluss.“

Spielverlauf: Die erste gefährliche Offensivaktion hatten die Bochumer. Ex-Löwe Peniel Mlapa legte auf Nils Quaschner ab, der links im Strafraum Filip Stojkovic umkurvte, dann aber mit seinem Schuss an Kai Bülow scheiterte. Er blockte den Ball zur Ecke (5.). Nach einem Außenrist-Schlenzer von Romuald Lacazette tauchte Stefan Aigner am Elfmeterpunkt alleine vor Manuel Riemann auf, doch der Löwen-Stürmer brachte die Kugel nicht unter Kontrolle, so dass der Torhüter die Situation bereinigen konnte. Vielleicht hätte er besser direkt abgeschlossen (10.). Auf der anderen Seite kam Johannes Wurtz aus 14 Metern zum Abschluss, nachdem Quaschner von der linken Seite an die Sechzehnerkante zurückgelegt hatte. Der Schuss kam aber zu zentral, Stefan Ortega im Löwen-Tor hatte damit keine Mühe (11.). In der 21. Minute musste Ortega erneut eingreifen. Timo Perthel war nach einem Pass in die Tiefe von Marco Stiepermann seinem Gegenspieler Filip Stojkovic im Rücken entwischt, lief von links in den Strafraum ein, doch seinen Schuss aus spitzem Winkel lenkte der 1860-Keeper mit einem Reflex über die Latte. Auf der anderen Seite passte Michael Liendl aus dem Zentrum nach links auf Ivica Olic raus, der nahm das Zuspiel aus 13 Metern direkt mit links, rutschte dabei aber weg, so dass Riemann den Schrägschuss parieren konnte (24.). Nach einer halben Stunde schickte Schiedsrichter Benedikt Kempkes VfL-Trainer Gertjan Verbeek, der nach einer strittigen Entscheidung den Ball wegschoss, hinter die Bande (31.). In der 38. Minute setzte sich Maximilian Wittek nach einem weiten Abschlage von Ortega auf der linken Seite durch, seine Hereingabe zurück an den Elfmeterpunkt nahm Liendl direkt, aber dem Schuss fehlte die Härte und Präzision, so dass Riemann abwehren konnte. Nach einer Linksflanke von Perthel kam Mlapa gegen Felix Uduokhai aus acht Metern zum Kopfball, Ortega fischte den gefährlichen Aufsetzer jedoch aus dem rechten Eck (42.). Drei Minuten später prüfte Rechtsverteidiger Gyamerah Ortega mit einem 18-Meter-Schuss, der aber zu zentral kam, um den Löwen-Keeper vor ernsthafte Probleme zu stellen (45.). So blieb es beim 0:0 zur Pause.

Für Liendl brachte Daniel Bierofka im zweiten Durchgang Florian Neuhaus. Kurz danach kam Perthel im Löwen-Strafraum zum Abschluss. Sein Linksschuss aus 14 Metern schräg aufs Tor hielt Ortega fest (47.). Ein Freistoß von Levent Aycicek fünf Meter vorm linken Strafraumeck landete in der Bochumer Mauer (49.). Vier Minuten später prüfte Wurtz mit einem Schuss aus 17 Metern Ortega (53.). Wenig später war der Löwen-Keeper auch bei einem Kopfball von Mlapa zur Stelle. Er wischte den Aufsetzer aus sechs Metern aus dem linken unteren Eck (54.). In der 55. Minute hob Russell Canouse die Kugel ans rechte Fünfmetereck auf Quaschner, der scheiterte aus kurzer Distanz am herausstürzenden Ortega. Auf der anderen Seite hatte Aigner die Riesenchance zur Führung Aycicek setzte sich im Strafraum links gegen zwei Bochumer durch, sein Querpass nahm der Löwen-Kapitän aus acht Metern direkt, schoss dabei aber den sich in den Schuss werfenden Perthel an (63.). Einen 24-Meter-Freistoß hob Aycicek deutlich übers linke Kreuzeck (70.). Im Anschluss an einen Eckball von links fiel die Führung für den VfL. Mlapa hatte den Kopfball verlängert,Canouse am langen Eck pflückte den Ball mit der Hand herunter, schloss dann sofort ab. Die Kugel senkte sich als Bogenlampe und mit Hilfe des linken Innenpfostens zum 1:0 ins Löwen-Tor senkte (77.). Ein irregulärer Treffer, den das Schiedsrichtergespann trotzdem gab! Nun versuchten es die Sechzger mit der Brechstange, doch richtig zwingend wurden sie in der Schlussphase nicht. So ging ein typisches 0:0-Spiel am Ende verloren.

STENOGRAMM: 16. Spieltag, 10.12.2016, 13 Uhr

VfL Bochum – 1860 München 1:0 (0:0)

VfL: 1 Riemann – 18 Gyamerah, 8 Losilla, 29 Leitsch, 24 Perthel – 4 Canouse, 39 Stiepermann – 15 Merkel, 9 Wurtz, 36 Quaschner – 14 Mlapa.
Ersatz: 32 Dornebusch (Tor) – 6 Wydra, 7 Gündüz, 11 Novikovas, 16 Gül, 23 Weilandt, 27 Rieble.

1860: 24 Ortega – 22 Stojkovic, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek – 4 Bülow – 38 Lacazette, 10 Liendl – 29 Aigner, 33 Aycicek – 40 Olic.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) - 7 Claasen, 8 Matmour, 11 Adlung, 13 Mölders, 19 Neuhaus, 20 Rodnei.

Wechsel: Gündüz für Quaschner (71.), Gül für Leitsch (81.), Rieble für Merkel (89.). – Neuhaus für Liendl (46.), Claasen für Aigner (68.), Mölders für Olic (75.).

Tor: 1:0 Canouse (77.).
Gelbe Karten: Riemann, Wurtz – Neuhaus, Wittek, Bülow.
Zuschauer: 15.239 im VONOVIA Ruhrstadion.
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür); Assistenten: Marcel Göpferich (Bad Schönborn), Patrick Kessel (Norheim); Vierter Offizieller: Oliver Lossius (Sondershausen).

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Germanbowl XXXVIII: Braunschweig vs Schwäbisch Hall

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Elfter Titel für Braunschweig
Berlin 8.10.2016. (ROC) Die New Yorker Lions aus Braunschweig sind und bleiben das Maß der Dinge im deutschen American Football. Im Vienna German Bowl XXXVIII besiegten sie vor 13.047 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark die Schwäbisch Hall Unicorns mit 31:20 (0:0, 14:14, 10:0, 7:6). Für den deutschen Rekordmeister ist es der elfte Titelgewinn insgesamt und der vierte in Folge aus den letzten German Bowls im Berliner Jahn-Sportpark. 2013 hatten die Braunschweiger Dresden geschlagen, nun zum dritten Mal seit 2014 wieder Schwäbisch Hall. Dabei waren die Haller in der GFL dieses Jahr ungeschlagen gewesen und voller Hoffnung nach Berlin gereist.

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Doch die New Yorker Lions waren auch diesmal stärker – beim 31:20 der Braunschweiger stachen vor allem deren Trümpfe im Passspiel Evan Landi und Jan Hilgenfeldt. Die Vorentscheidung fiel, als der Meister der GFL Nord im dritten Viertel auf 24:14 davonzog und Schwäbisch Hall im letzten Viertel nur mit Field Goals nachzog, den Ball zwar noch einmal in die Endzone brachte, aber ein Foul während des Spielzuges den erhofften Ausgleich verhinderte. Die Touchdowns für die New Yorker Lions erzielten David McCants (zwei) per Lauf und Christian Bollmann sowie Evan Landi nach Pass von Casey Therriault. Zum Most Valuable Player des Vienna German Bowls XXXVIII wurde Therriault bestimmt. Der Braunschweiger Quarterback warf 32 Pässe für 371 Yards, darunter zwei zu Touchdowns.

gb_2016_nyl_400_250pxIn der ersten Hälfte hatten beide Teams sich noch völlig ausgeglichen präsentiert. Ein Übergewicht der Braunschweiger bei den Yards Raumgewinn wurde zunächst nicht in eine dauerhafte Führung umgesetzt. Unter anderem auch deswegen, weil der spätere Sieger am Anfang kurz vor der gegnerischen Endzone den Ball durch eine Interception verlor. Erst im zweiten Viertel fielen die ersten Punkte. Braunschweig legte durch McCants und Bollmann zweimal vor, Schwäbisch Hall glich zweimal durch Christian Rycraw und Anthony Bilal aus. Nach der Pause dann legte zunächst McCants nach, und nachdem Halls Quarterback Marco Ehrenfried nach einem Quarterback Sack den Ball verlor, erhöhten die Braunschweiger im Anschluss durch ein Field Goal von Thomas Goebel auf 24:14. Nach den beiden Schwäbisch Haller Field Goals besorgte später Evan Landi den 31:20-Endstand.

Am Ende also gab es wieder die strahlenden Gesichter auf Seiten der New Yorker Lions, die 2016 in der Saison zu Beginn zwar ab und an zu „wackeln“ schienen, aber im zunehmenden Verlauf wieder stärker und stärker wurden und in den entscheidenden Spielen gegen alle Widersacher die Macht waren, wie immer in den letzten Jahren. Im Sommer hatten die Braunschweiger bereits den Titel in der europäischen Big6 mit einem 35:21 in Innsbruck in Eurobowl XXX gegen die Tirol Raiders verteidigt. Mit ihrem Sieg im Vienna German Bowl XXXVIII zementierten sie so auch ihre Stellung als Nummer eins des American Footballs in Europa.

16 Mal waren die Braunschweiger nun bereits in German Bowls, auf lange Zeit uneinholbar Spitze wie auch ihre nun elf Meistertitel. Die Schwäbisch Hall Unicorns, für die es in ihrem fünften German Bowl der Vereinsgeschichte nun die dritte Niederlage gegen das Team aus Niedersachsen gab, werden aber sicher ab sofort die Planungen beginnen, wie sie den „Pott“ doch einmal auch gegen die New Yorker Lions holen könnten. Auch die übrigen der insgesamt 16 GFL-Teams rüsten bereits wieder zur Löwenjagd: Die Saison 2017 kann kommen. Sie startet im April und wird mit German Bowl XXXIX am 7. Oktober 2017 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark beschlossen.
GFL PM

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