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Fussball

Saturday, 08 September 2018
FSV Frankfurt vs VfR Wormatia Worms 2:1 08.09.2018

Samstag 14 Uhr und ein fast wolkenloser Himmel über Frankfurt. Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Das war perfektes Fussballwetter für diesen Regionalliga-Südwest Spieltag.

Die Bilder zum Spiel finden Sie unterhalb des Spielberichtes

An den Startformationen konnte ich erkennen, dass beim FSV leider nicht der Spieler mit der Nummer 34, der beim Testspiel gegen den FC Sankt Pauli wirklich eine gute Leistung zeigte, gar nicht im Aufgebot stand. Schade eigentlich, denn ich hätte es ihm durchaus gegönnt.

Es blieb abzuwarten, ob sich die gezeigte Verbesserung im Spiel vom Donnerstag nun auch an diesem Samstag zeigen würde.

Die Gäste eröffneten mit dem Anstoss das Spiel. Beide Fanlager machten auf ihren Seiten Stimmung.

Frankfurts Defensive zeigte sich aber noch nicht von der sichersten Seite in den Anfangsminuten. Fehl- und Risikopässe waren also noch nicht ausgemerzt worden. Aber beide Mannschaften versuchten offensive Akzente zu setzen, ohne dabei zwingend zu werden.

Die erste größere Chance gab es in der 10. Spielminute für den FSV Frankfurt durch einen Konter, dessen Flanke von rechts zwar einen Abnehmer fand, der den Ball aber über das Tor schickte.

In der 14. Minute gab es einen schwachen Abschluss aus 18 Metern durch den FSV. Noch in der gleichen Minute ebenfalls eine Chance für Worms aber Abwehr und Torwart konnten entschärfen.

Insgesamt schien sich das Abwehrverhalten mit Nähe zum Gegner und Körpereinsatz sichtlich gebessert zu haben. Die Frankfurter suchten die Zweikämpfe und nahmen sie auch in der Defensive an. Das war eine klare und sichtbare Verbesserung zu den letzten Spielen.

23. Minute: 0:1 – nach einem Eckball wurde der Ball zwar geklärt, kam aber wieder von links herein in den Strafraum. Dieser ging an einigen Spielern vorbei und erreichte rechts vor dem Tor den freistehenden Wormser Burgio, der den Ball unhaltbar ins Tor schoss.

Dies war etwas bitter für den FSV, da sie bis hierhin eine gute Leistung zeigten, selbst hätten in Führung gehen können, aber erneut durch eine fehlende defensive Zuordnung ein Gegentor zuließen.

Kurz darauf hatte der FSV die Chance zum Ausgleich, aber den Schuss aus zentraler Lage, ca. 17 Meter vor dem Tor, konnte Keilmann abwehren.

Dass es in der Abwehr des FSV noch immer nicht ganz stimmte, zeigte sich in der 31. Spielminute als Sabah unnötigerweise vor Aulbach klärte, obwohl dieser hätte den Ball aufnehmen können. Glücklicherweise landete der Ball nicht beim Gegner.

In der 34. Minute fiel ein Tor für den FSV nach einer Ecke. Alles jubelte, während die Fahne des Linienrichters unten blieb. Es dauerte bis der Linienrichter die Fahne hob. An sich eine richtige Entscheidung, aber es gab viele Diskussionen. Am Ende entschied Schiedsrichter Zorn auf Tor für den FSV durch Plut.

34. Minute: Gelbe Karte für den Torschützen. Wirklich zu erkennen wofür es diese gab, war es für mich nicht. Aber auch um mich herum gab es fragende Gesichter zu dieser Entscheidung. Unterdessen waren die Gästefans natürlich nicht mit der Entscheidung des Tores einverstanden und machten dies in entsprechenden Sprechchören lautstark bekannt.

35. Minute: 2:1 für den FSV Frankfurt. Eine tolle Einzelaktion im Strafraum von Soultani, der sich zunächst gegen Mimbala durchsetzen konnte und den schnellen Torabschluss aus knapp vier Metern suchte und den Ball im langen Eck unterbringen konnte. Keine Chance für Keilmann im Tor der Gäste aus dieser kurzen Distanz.

Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Weiter ging es mit dem Anstoss durch den FSV Frankfurt. Die erste Chance hatte jedoch der Gast aus Worms in der 47. Minute, dessen Abschluss aber deutlich über das Tor ging.

50. Minute: Gelbe Karte für den Wormser Burgio für das Wegschlagen des Balles nach Schiedsrichterpfiff.

In der 53. Minute vergab der FSV eine große Chance zum 3:1. Auf der linken Seite im Strafraum freistehend vergibt der Spieler und haut den Ball unbedrängt über das Tor.

Es war in der Folgezeit deutlich zu erkennen, dass die Frankfurter mehr wollten, was sie in Offensivaktionen zeigten, die sie aber nicht zu Ende spielen konnten.

  1. Minute Wechsel beim FSV – Rose raus und Güclü rein.
  2. Minute Wechsel bei Worms Volz raus, Graciotti rein.
  3. Minute Wechsel bei Worms Glockner raus, Demir rein.
  4. Minute Gelbe Karte FSV: Mangafic für gefährliches Spiel.
  5. Minute Wechsel beim FSV Koch raus, Aschauer rein.

Frankfurts Offensivbemühungen endeten häufig mit einem ungenauen Pass in die Spitze, während sich die Gäste stetig steigerten und die meiste Zeit im Ballbesitz waren. Doch auch sie konnten lange keine eigenen zwingenden Chancen entwickeln. Es war der Frankfurter Mangafic, der in der 72. Minute seinen eigenen Torwart prüfte. Zum Glück bestand dieser die Prüfung aus kurzer Distanz. Bis dahin übrigens die beste Chance der Gäste in der zweiten Halbzeit.

  1. Minute Wechsel beim FSV Soultani raus, Becker rein.

79. Minute: gleich zwei große Chancen der Gäste werden von Aulbach zur Ecke abgewehrt. Bei der zweiten kam der Ball aufs Tor und konnte ebenfalls abgewehrt werden. Der folgende Distanzschuss ging über das Tor.

Die Gäste hatten in dieser Phase den größeren Zug zum Tor, während der FSV größtenteils damit beschäftigt war die Führung zu verteidigen, ohne selbst in die Offensive zu kommen.

  1. Minute Wechsel bei Worms Mimbala raus, Jourdan rein.

Aulbach zeichnete sich immer wieder mit Paraden aus und verhinderte mehrmals den Ausgleich der angriffsstarken Gäste aus Worms.

  1. Minute: Gelbe Karte für Worms – Graciotti.

Spielende.

Tore: 0:1 Burgio (23.), 1:1 Plut (35.), 2:1 Soultani (44.)

Zuschauer: 1.057

Schiedsrichter: Justus Zorn

Images: 10
Saturday, 08 September 2018
Testspiel: FSV Frankfurt vs FC St.Pauli 1:2 06.09.2018

Nach dem letzten Punktspiel des FSV Frankfurt war es an diesem Tag spannend zu sehen, ob sich das Team nun von einer besseren Seite zeigen würde. Sicherlich konnte man gegen den namhaften Gegner aus Hamburg keine Wunder erwarten, aber Einsatz, Einstellung und Körpereinsatz sollten wieder eine Rolle spielen.

Die Bilder finden Sie unterhalb des Spielberichtes

Doch zunächst sah es überhaupt nicht danach aus, als hätte sich in der Kürze der Zeit etwas verändert. Das 0:1, welches nach einer Flanke von rechts per Kopf verwandelt wurde, fiel nach noch nicht einmal zwei gespielten Minuten.

Schon skandierten die vielen St. Pauli Fans „nur noch neun“. Sie machten offensichtlich den Großteil der 498 Zuschauer an diesem Abend aus. Wenn es mal zu Fangesängen und Stimmung kam, waren es eigentlich immer die Fans des FCSP. Ansonsten war es aber in dieser Hinsicht ein eher sehr ruhiger Abend.

Gerade in der Anfangsphase wirken die Gäste deutlich ballsicherer und hatten dementsprechend auch mehr Spielanteile. Schnelle Pässe und einfache Kombinationen brachten sie häufig hinter die Abwehrreihe der Frankfurter, was in der 16 Minute auch zum 0:2 führte.

Nach dem zweiten Gegentor sah man, dass sich die Spieler des FSV nun nicht in ihr neuerliches Schicksal ergeben wollten. Sie waren nun näher am Mann, eroberten sich Bälle und gewannen auch Zweikämpfe. Auch die Offensivabteilung kam zur Geltung und konnte nach einem Fehler in der Verteidigung der Gäste auf 1:2 verkürzen.

Dieses Tor in der 27. Minute erweckte interessanterweise die Gästefans.

Wenige Augenblicke später, in der 30. Minute, erfolgte ein dreifacher Wechsel beim FSV. Nicht unwichtig seine möglichen Auswechslungen auch zu nutzen und auch mehr Jugendspielern insgesamt mehr Spielpraxis zu genehmigen. Doch ging es dabei sicherlich nicht nur ums Schonen, denn am kommenden Samstag steht bereits das nächste Punktspiel an.

Das Highlight geschah nur knapp eine Minute nach diesen Wechseln, ehe es ohne weitere größeren Ereignisse in die Halbzeitpause ging. In dieser 31. Minute liefen die Spieler Diamantakos (St. Pauli) und Schick (FSV Frankfurt) aufeinander auf. Eigentlich nichts Besonderes, wäre die anschließende Reiberei nicht gewesen, die beinahe in einem Boxkampf geendet hätte. Schick hatte schon die Fäuste für einen Kampf erhoben, während sein Gegenspieler mehr staunend als gleichgesinnt zu ihm schaute. Beide erhielten hierfür die rote Karte. Diamantakos nahm das einfach mal so hin, während sich Schick noch einige Zeit darüber echauffierte.

So viel zu einem Freundschaftsspiel, das nun über 60 Minuten mit 10 gegen 10 fortgesetzt wurde.

Die zweite Halbzeit wirkte ausgeglichener. Die Gäste schalteten etwas zurück, aber verloren die eigene Offensive dennoch nicht aus dem Auge, auch wenn sie nicht unbedingt zwingend aussah. So scheiterten sie in der 53. Minute am gut aufgelegten Torwart im Gehäuse der Frankfurter, ehe im direkten Gegenangriff ein Lattenkracher den Ausgleich verhinderte.

Chancen gab es also auf beiden Seiten, wenngleich die qualitativ höherwertigen bei den Gästen lagen, die es aber versäumten ihre Angriffe mit einem Tor zu beenden. So kamen auch sie in der 73. Minute zu einem Lattenkracher an diesem Abend.

Der Ausgleich wäre kurz vor Schluss noch gefallen, aber auch hier zeigte der Torwart ein gutes Stellungsspiel und gab mit der leichten Berührung des Balles die entscheidende Rotation dafür, dass der Ball knapp am Tor vorbeiging.

Am Ende wurde das Spiel gegen die höherklassigen Gäste mit 1:2 verloren. Dafür schienen Einsatz und Körperspiel wieder zurückgekehrt zu sein. Gewiss noch nicht in einem überdurchschnittlichen Maß, aber das muss es auch erst in einem Punktspiel.

Sehr auffallend war der Spieler mit der Nummer 34 beim FSV Frankfurt. Laut Spielerliste Marcus Weinhardt, der mit hohem Einsatz, Spiel- und Lauffreude und gesundem Offensivdrang Leben in der Frankfurter Spiel brachte. Ein Stürmer aus der Jugend, der sowohl auf der Außenposition, als auch im Zentrum eine gute Figur machte.

Meiner Meinung nach sollte man ihn mit einem Startplatz im nächsten Punktspiel belohnen, denn das war bisher der beste Offensivspieler, den ich bei Spielen mit meiner Anwesenheit sehen durfte.

Wichtiger wären aber dennoch Abwehrspieler, die diese Spielfreude und diesen Einsatz an den Tag legen würden.

Tore: 0:1 Sahin (2.) – 0:2 Miyaichi (16.) – 1:2 Crnomut (27.)

Rote Karten: Schick/Diamantakos (34., Rangelei)

Schiedsrichter: Julius Martenstein

Zuschauer: 498

Images: 9